Café RebelDía – für deinen täglichen Aufstand

Café RebelDía - für deinen täglichen Aufstand

Seit über 20 Jahren trinke ich nun diesen Kaffee – in jedem Bio-Laden frage ich danach – und verfolge die Aktivitäten der Zapatistas.

Als Zapatistas bzw. Zapatisten werden überwiegend sozialrevolutionäre indigene politische Gruppierungen im Süden Mexikos, vor allem im Bundesstaat Chiapas, bezeichnet.

https://de.wikipedia.org/wiki/Zapatistas

1994 gab es in Mexico einen bewaffneten Aufstand gegen Neoliberalismus und für die Menschlichkeit. Seit da kämpfen die Zapatistas in Kooperativen für ein selbstbestimmtes Leben.

Der Verein «Direkte Solidarität mit Chiapas» engagiert sich aus der Schweiz für diese Idee:

Wir sind die Gruppe Direkte Solidarität mit Chiapas. Unser Name steht für eine Region im Widerstand, ihre Menschen und unsere gemeinsamen Hoffnungen. Und er steht auch für unsere Art zu funktionieren. Inzwischen müssten wir eigentlich „Direkte Solidarität mit Südmexiko“ heissen, denn neben Chiapas unterstützen wir auch soziale Bewegungen in Oaxaca und Guerrero. Doch unser Engagement wurzelt im zapatistischen Aufstand vom 1.1.1994 in Chiapas und dieser bleibt für uns bedeutungsvoll.

https://chiapas.ch/ueber_uns/was-wir-machen/

Die Organisation verzichtet schon länger auf jegliche Labels:

Solidarischer Handel statt Labels
Zu Beginn benutzten wir das Max Havelaar-Label, worauf wir jedoch seit 2006 verzichten. Ausschlag gab das für uns zweifelhafte Auftreten von Havelaar am „Open Forum“ des WEF 2003 in Davos, aber auch unsere wachsende Kritik an ihrer Politik, bei der die Umsatzsteigerung im Zentrum steht, den Kunden aber schönfärberisch den „fairen Handel“ propagiert. Café RebelDía sieht sich als ein Projekt des solidarischen Handels. Für den Kaffee bezahlen wir einen Kilopreis, der leicht über dem üblichen Fair Trade gehandelten Kaffee liegt. Wobei uns bewusst ist, dass auch fair gehandelte Produkte nicht losgelöst von kapitalistischer Marktlogik sind. Dafür haben wir seit Beginn einen Solidaritätspreis eingeführt. Damit unterstützen wir einerseits die zapatistische Bewegung, andererseits Projekte in Südmexiko, die sich für Autonomie, Gesundheit und Menschenrechte der indigenen Bevölkerung einsetzen. Bei Bedarf tragen wir auch etwas zum Aufbau der Kooperativen bei. Es ist uns wichtig, dass der „Ertrag“ in gemeinschaftliche Projekte fliesst, und nicht „nur“ in die Kooperativen, da nicht die gesamte Bevölkerung über Land und Kaffeepflanzen verfügt.
Ebenfalls 2006 stiegen wir nach einer Umfrage bei unseren Kunden von der Bio-Knospe aus, da wir auch in diesem Label keinen echten „Vorteil“ sahen, ausser dass es zusätzlich kostete. Vorderhand stützen wir uns auf das mexikanische Biolabel certimex, das den biologischen Anbau bereits garantiert.

https://chiapas.ch/cafe_rebeldia/was-ist-cafe-rebeldia/der-cafe-das-projekt/

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